Ländliche Entwicklung

Ländliche Entwicklung bedeutet für viSozial e.V.

… die Verbesserung der Lebensbedingungen der Landbevölkerung unter Einbeziehung der Anwohner. Dabei geht es vor allem darum, dass die Gemeinden an der Zukunftsgestaltung mitarbeiten und ihre eigene Leistung einbringen und nicht nur Spenden entgegennehmen. Wichtig ist dabei, dass durchdachte Pläne präsentiert werden. Wir entscheiden nicht alleine was gebraucht wird, die Bedürfnisse werden in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung abgestimmt.

Ländliche Entwicklung beinhaltet auch die Unterstützung von ländlichen Schulen in drei Bereichen: Ausbau der schulischen und sanitären Infrastruktur, die Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten. Hier liegt unser Schwerpunkt auf Umwelterziehung und Englisch- und Computerunterricht, Fächer die die SchülerInnen im ländlichen Raum kaum bekommen sowie Verbesserung der Ernährungssituation und Bekämpfung der Unterernährung. Bildung ist grundlegende Voraussetzung, damit Kinder aus einfachen Bauernfamilien später bessere Chancen haben, auf dem Arbeitsmarkt und in der persönlichen Entwicklung. In den meisten unserer Entwicklungsprojekte bieten wir auch Patenschaften an, wodurch man als Pate den Zugang zu Bildung und Nahrung für die Kinder unterstützt.

laendlichUnsere ländlichen Entwicklungsprojekte

Ernährungssicherung auf Capachica: Auf einer kleinen Halbinsel im Nordosten des Titicacasees (Perú) unterstützen wir seit 2002 Vorschul- und Schulkinder. Dabei steht die Verarbeitung von lokalen Lebensmitteln mit im Vordergrund . Der bisher größte Erfolg dieser Projekte war die Reduzierung der Unternährung in der Region von 59% auf 34% innerhalb von drei Jahren (2008 – 2011) in den vier ländlichen Bauerngemeinden Hilata, Chifrón, Llachón y Santa María vom Bezirk Capachica. Ungefähr 500 Kinder nehmen an diesem Ernährungsprogramm teil, davon gehören ca. 50 Kinder zu unserem Patenschaftsprogramm.

Gemeindeentwicklung Santiago de Okola: Seit 2006 werden örtliche Schulen am bolivianischen Titicacasee gefördert. viSozial e.V. verfolgt in Zusammenarbeit mit der Dorfschule und ihrem Ableger in Kerihuati das Ziel, die Qualität der Schulausbildung nachhaltig zu verbessern und langfristig mit den produktiven Potentialen der Region (Landwirtschaft, Fischerei, gemeindebasierter Tourismus) zu verbinden, um die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen zu stärken. Ungefähr 60 begünstigte Kinder der Grundschule von Santiago de Okola und Kerihuati gehören zum Gemeindeentwicklungsprojekt in Santiago de Okola, davon ungefähr 20 Kinder nehmen an unserem Patenschaftsprogramm teil.

Schulförderung Quilotoa: Seit 2003 liegt der Schwerpunkt der Unterstützung in der andinen Region rundum die Lagune Quilotoa in Ecuador auf der Sicherung der Grundschulausbildung, da es vor allem in großen Familien nach wie vor nicht selbstverständlich ist, dass alle Kinder zur Schule gehen (können). Die Projektförderung erstreckt sich über 3 Grundschulen der ländlichen Region Quilotoa: Julio Cabascango in Quilotoa, Fransisco Daquilema in Ponce und Ernesto Mora Ruiz in Siñacunga und fördert rund 500 Kinder. In allen 3 Schulen werden Patenschaften vermittelt, ungefähr 65 Kinder haben einen Paten oder eine Patin.

Gemeinde Taboquinhas: Mit diesem Projekt stärken wir die traditionelle Kultur in Taboquinhas und machen den Ort für die Touristen zugängig, um dadurch neue Einkommensmöglichkeiten für die Bewohner zu schaffen. Besonders durch den community-based Tourism sollen die Touristen aus dem nahen Badeort Itacaré nach Taboquinhas gebracht werden, um die Kultur und Lebensweise der Einheimischen kennen zu lernen.