Aufforstung Guajalito

– Name: Waldschutzgebiet Río Guajalito
– Ort: Río Guajlito, Chiriboga
– Gründung: 2005
– viSozial unterstützt: seit 2006
– Ziel: Wiederaufforstung und Erhalt des Nebelwaldes
– Arbeitsbereiche: Umwelt, Gesundheit, persönliche Entwicklung
– Begünstigte: ca. 143 Kinder und Jugendliche
– Finanzierung viSozial: Spenden

BESCHREIBUNG DES PROJEKTES

Projektarbeit Hilfe2 Aufforstung Guajalito

Das Waldschutzgebiet Río Guajalito liegt an der Pazifikseite des westlichen Andenhauptkammes. Von der Hauptstadt Quito aus sind es mit dem Auto ungefähr zweieinhalb Stunden über eine Schotterpiste bis zum Projekt. Das Gebiet liegt auf einer Höhe zwischen 1.800m und 2.380m und umfasst ca. 860 ha tropischen Nebelwaldes.
Dieses Ökosystem wird durch die Abholzung des Nebelwaldes für Weideflächen bedroht. Eine Ölpipeline, die am Río Guajalito entlang führt erhöht diese Bedrohung.
Der lokale Verein „Fundación SalvarTierra“ schützt dieses Gebiet und führt eine biologische Forschungsstation vor Ort. viSozial unterstützt die Arbeit der „Fundación SalvarTierra“ mit der Übernahme der Kosten ihres Wiederaufforstungsprogrammes. Also, der Samen, der Setzlinge sowie des Transportes und der Arbeitskraft die für die Wiederaufforstung notwendig sind.
Ausserdem unterstützt viSozial die Anlage einer Schattenkaffeeplantage, wo der Kaffe im Schatten hoher Bäume wächst. Die Plantage soll den Einheimischen eine Einkommensalternative zur Viehhaltung zeigen.
viSozial veranstaltet auch Exkursionen für Kinder anderer Projekte in dieses Waldschutzgebiets, um sie für Naturschutz zu sensibilisieren.

Mit deiner Hilfe können wir…

… Umwelterziehung durch Bildungsausflüge für 40 Kinder ermöglichen – 1000 EUR
… neue Schutzgebietflächen ankaufen – 230 bis 1000 Euro pro Hektar
… die Überwachung des Schutzgebietes unterstützen – 5 EUR pro Tag

Was wir bisher schon erreicht haben

  • 2015: Anpflanzung von 5000 Bäumen rund um die Schulen Quilotoas
  • 2014: Anpflanzung von 5000 Bäumen verschiedenster Art in Guajalito
  • 2013: 50 Kinder und deren LehrerInnen des viSozial Projekts Kinder- und Jugendzenrum Quitos besuchten das Aufforstungsprojekt und lernten dort über die Natur und Umwelt
  • 2012: Anpflanzung von 1000 Bäumen, davon 500 Zedern
  • 2011: Anlage von 866 Kaffesetzlingen und 35 Schattenbäumen
  • 2009: 20 Hektar aufgeforstet, das sind mehr als 28 große Fußballplätz

Wie viSozial hilft

Projekt Hilfe Guajalito2 Aufforstung Guajalito

  • Kauf von Pflanzen und Materialien sowie Vergütung der Arbeitskraft zur Wiederaufforstung
  • Anlage einer Schattenkaffeeplantage
  • Durchführung von Bildungsausflügen für Kinder
  • Vermittlung von freiwilligen Helfern

Unsere Ziele

Das Waldschutzgebiet Río Guajalito soll vergrößert, weiter aufgeforstet und besser geschützt werden. Konkret werden wir 2 Hektar mit etwa 2000 einheimischen Bäumen aufforsten und einen Hektar mit ca. 3400 Kaffeepflanzen und 100 Bäumen bepflanzen. Der Hauptweg soll in einen selbstgeführten Pfad verwandelt werden.
Zusätzlich sollen die Gemeinden der Gegend um Guajalito in Seminaren für Tourismus geschult werden, um ihnen eine Alternative zur Abholzung und Viehzucht aufzuzeigen.

Freiwilligenarbeit

Als freiwilliger Helfer in Guajalito unterstützt du den lokalen Angestellten und Parkwächter Rigoberto Morocho, bei allen Arbeiten der Wiederaufforstung des Gebiets. Diese Arbeit ist körperlich sehr anstrengend, aufgrund der einfachen Infrastruktur und fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten nicht jedermanns Sache.
Eine wichtige Aufgabe ist es auch, Erfahrungsberichte mit Fotos über den Aufenthalt im Projekt zu schreiben (mindestens 2 monatlich), diese Berichte werden auf der Website von viSozial e.V. www.visozial.org veröffentlicht. Bewerbungen mit aktuellem Lebenslauf und Motivationsschreiben kannst du an unsere E-Mail-Adresse schicken.

Hier geht es zu den FAQ über die Freiwilligenarbeit bei viSozial.

Beschreibung der Region

Hilfsprojekt Guajalito1 Aufforstung Guajalito

Die Wälder von Guajalito liegen in einem besonderen Gebiet. Von Norden reicht eine Vegetationszone genannt „El Chocó“ von Kolumbien bis in den Norden Ecuadors. Diese Vegetationszone ist besonders von hohen Niederschlägen gekennzeichnet und besitzt einen außergewöhnlichen Artenreichtum. Aus Richtung Süden erstrecken sich die Trockenwälder bzw. Halbtrockenwälder, die auch Nazca-Vegetation genannt werden, ins Reservat. Diese Vegetationsform mit wenig Niederschlag trifft in Guajalito auf die aus dem Norden kommende Vegetationsform mit sehr viel Niederschlag und so entsteht etwas ganz Neues und es gibt Raum für neuen Artenreichtum in Flora und Fauna.
Bisher wurden 18 Reptilienarten, 28 Amphibien, 230 Arten von Vögeln, darunter auch einige bedrohte Arten, und 20 Arten von Säugetieren in Guajalito registriert. Unter den Säugetieren sind besonders der Brillenbär, der Puma, der Ozelot, der Bergtapir und Nutrias vom Aussterben bedroht. Außerdem wurden Brüllaffen beobachtet, die hier eigentlich gar nicht vorkommen, und wohl aufgrund des großen Drucks auf ihre angestammte Gebiete in diese Region geflüchtet sind.
Die Diversität der Fauna ist in Guajalito sehr hoch, es gibt circa 45 verschiedene Bambusarten, 33 verschiedene Baumarten, die von den Bewohnern der Region aus den umliegenden Wäldern für den Verkauf abgeholzt werden, eine sehr hohe Anzahl von ca. 180 verschiedenen Farnen, mehrere hundert Orchideenarten, ca. 150 Heilpflanzen, um nur ein paar Beispiele aufzuzählen. Insgesamt sind mehr als 760 verschiedene Pflanzen in Guajalito beheimatet.

facebook Aufforstung Guajalitotwitter Aufforstung Guajalitogoogle Aufforstung Guajalitopinterest Aufforstung Guajalitoemail Aufforstung Guajalito