Heim für Straßenkinder La Paz

– Name: Luz de Esperanza
– Ort: El Alto, La Paz
– Gründung: 2000
– viSozial unterstützt: Seit 2006
– Ziel: Hilfe für alkohol- bzw. drogensüchtige Straßenkinder und Jugendliche
– Arbeitsbereiche: Bildung, Gesundheit, Umwelterziehung
– Begünstigte: ca. 25 Straßenkinder und Jugendliche
– Finanzierung viSozial: Spenden

BESCHREIBUNG DES PROJEKTES

Im März 2000 begann die Ordensschwester Doris sich für Straßenkinder einzusetzen. Sie betreute zwischen 7 und 9 Jungs, die in der Umgebung des Friedhofs in La Paz lebten und baute ein Vertrauensverhältnis zu ihnen auf. Nach dem Tod von zwei dieser Straßenkinder beschloss die restliche Gruppe, das Leben auf der Straße aufzugeben und zog ins Ordenshaus von Schwester Doris´ Kongregation.

 Heim für Straßenkinder La PazMit Hilfe der Kirche haben die chicos de la calle, die Straßenkinder und Jugendlichen, auf einem 5 Hektar großen Grundstück am Rande von El Alto eine 54 qm große Wohnung gebaut. Die Kinder und Jugendlichen sagten: „Uns, die auf der Straße leben, helfen keine Projekte, die von 9 bis 17 Uhr funktionieren, wir brauchen etwas, was 24 Stunden läuft und 7 Tage die Woche“! So kam es, dass sie selber anfingen, ihr Projekt weiterzuentwickeln und es selber zu organisieren. Wenig später war das erste Wohnhaus zu klein und weitere Kinder kamen hinzu. Heute leben etwa 20 chicos de la calle regelmäßig im Projekt.

Neben den Wohnungen bauten die Jungen in den nächsten zehn Jahren auch Ställe und Gewächshäuser für den Gemüseanbau, eine Näherei, eine Tischlerei und eine Metallwerkstatt. Die Erzeugnisse, die sie hier produzieren verkaufen sie erfolgreich.

Von den ersten Straßenkindern sind einige nun selber als Erzieher im Projekt aktiv und leiten dieses gemeinsam mit Schwester Doris. Die Hilfe zur Selbsthilfe, die Eigeninitiative und die eigenständige Organisation sind nach wie vor die Hauptprinzipien ihrer Arbeit. Das Projekt verfolgt das Ziel, sich langfristig durch seine eigenen Produkte und Erzeugnisse selbst finanziell tragen zu können.

Mit deiner Hilfe können wir…

… monatliche Stromrechnung begleichen – 60 EUR
… monatlichen Einkauf von Gasflaschen für Küche und Bäckerei erledigen – 16 EUR
… mit allen Projektbewohnern einmal im Monat ins Schwimmbad oder ins Kino gehen – 30 EUR

Was wir bisher schon erreicht haben

  • 2011: Musikworkshop mit dem bolivianischen Musiker Vadik Barrón
  • 2008: Finanzierung von 7 Gasflaschen monatlich: Damit wird die Küche betrieben und bis zu 20 Kinder bekommen täglich ein warmes Essen und frisches Brot.

Wie viSozial hilft

Ernaehrung Kinder in Bolivien Heim für Straßenkinder La Paz

  • Ausbau der Waschgelegenheiten und Duschräume des Projektes
  • Anschaffung und Installation der solaren Warmwasseranlagen für die Dusch- und Waschräume
  • viSozial übernimmt die Kosten der Gas- und Stromrechnung des Projektes
  • Vermittlung von Volontären an das Projekt

Unsere Ziele

Das Ziel ist, Straßenkindern und -jugendlichen ein Heim zu bieten, in dem sie bei der Bekämpfung der Alkohol- und Drogensucht unterstützt werden. Sie sollen ein Leben ohne die Sucht mit Verantwortung und Liebe erfahren und schließlich in ein sicheres Umfeld zurückfinden. So wird das Sterberisiko der Straßenjungen minimiert und ihnen Zukunftsperspektiven geboten.
viSozial möchte weiterhin für die Versorgung durch Strom und Gas den Jungen ein angenehmes Leben im Projekt ermöglichen. Die finanzielle Unterstützung der Werkstätten ermöglicht den Kindern ein kleines Einkommen durch ihre Arbeit zu erlangen. Die Ausflüge sollen motivieren und ihren Blickwinkel für andere Zukunftsmöglichkeiten erweitern.

Freiwilligenarbeit

Hier geht es zu den FAQ über die Freiwilligenarbeit bei viSozial.

Beschreibung des Ortes

30 Minuten mit dem Bus vom Zentrum der bolivianischen Großstadt La Paz entfernt liegt El Alto. Auf 4000 m Höhe leben hier in El Alto ca. 1 Mio. Einwohner unter rauen Lebensbedingungen. Sie hoffen, in dieser Stadt Arbeit und damit ein besseres Leben zu finden. Die meisten von ihnen zogen in den letzten 30 Jahren aus dem ländlichen Raum und den Bergbauregionen zu. Nahezu alle sind indigenen Ursprungs. In El Alto stößt also traditionelles bäuerliches Leben auf die Dynamik einer stark wachsenden Millionenstadt.
Das Straßenbild in El Alto ist geprägt von Schuhputzern, Bettlern und Obdachlosen jeglichen Alters. Leider auch von Jugendlichen, die Alkoholabhängig sind, Klebstoff schnüffeln und sich ihren Lebensunterhalt mit Diebstahl und Prostitution verdienen. Staatliche Initiativen zur Begrenzung der Kinder- und Jugendobdachlosigkeit gibt es sehr wenig. Kirchliche Institutionen, NGOs und private Initiativen übernehmen hier die Rolle, die eigentlich der Staat einnehmen sollte.
Das Projekt Luz de Esperanza liegt am nördlichen Rand dieser Großstadt. Vor wenigen Jahren war dies Ackerland. Heute stehen einige neu gebaute Häuser entlang der ungeteerten Strassen. Selten verirren sich Minibusse des öffentlichen Transportes hierher. Zum Projekt sind es von der Hauptstraße aus 30 Minuten Fußmarsch durch karge Landschaft.

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