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Wir (Harry, 27 aus England und Miriam, 23 aus Deutschland) haben 5 Wochen als Volontäre für viSozial in Bolivien in zwei Gemeinden am Titicacasee gearbeitet. Wir haben uns für visozial entschieden, weil die Arbeit mit den lokalen Gemeinden gut funktioniert und die Gemeinden praxisnah und nachhaltig unterstützt werden. Dank viSozial und den lokalen Gemeinden war unser Aufenthalt sehr gut organisiert. Die ersten drei Wochen haben wir am Colegio Santiago de Okola verbracht, wo wir unter anderem eine Schulbücherei und Computer eingerichtet sowie Englischunterricht gegeben haben.

Schulbibliothek:

K800 neu2 300x225 In kurzer Zeit sehr viel bewegt   Vielen DankDie Schule in Okola verfügte bereits über zahlreiche Bücher als wir ankamen, allerdings wurden die Bücher nicht genutzt, da es keine besonderen Räumlichkeiten für eine Bücherei gab. Darum haben wir zunächst Platz für eine Bücherei geschaffen. Wir haben alle Bücher nach Kategorien geordnet und die Inventarliste aktualisiert. Dabei haben wir alte oder bereits genutzte Bücher aussortiert, da diese an die Schüler verschenkt werden sollen. Zum Schluss haben wir Bezeichnungen für alle Buchkategorien hinzugefügt, da die Kinder so einen einfacheren Zugang zu den Büchern haben und so von nun an das Wissen, dass die Schule ihnen durch die Bücher zur Verfügung stellt auch nutzen können.

Neben spanischsprachiger Schulbücher und Unterhaltungsliteratur für Erwachsene und Kinder, finden sich in der Schulbücherei zahlreiche Bücher in Aymara, diese reichen vom Bereich der Naturwissenschaften bis hin zu Kurzgeschichten und Legenden. Die vielen Bücher in Aymara haben uns sehr fasziniert und wir denken, dass es von Vorteil ist, dass es neben spanischsprachigen Arbeitsbüchern auch ausreichend Lehrmaterialien in der Muttersprache der Kinder gibt.

Computerraum:

K800 neu1 300x225 In kurzer Zeit sehr viel bewegt   Vielen DankDie Schule verfügt über zahlreiche Computer, die jedoch alle überprüft und teils neu eingerichtet werden bzw. aktualisiert werden mussten, bevor die Schüler sie einwandfrei benutzen konnten. Darum haben wir jedes Gerät überprüft und sichergestellt, dass es funktioniert. Darüberhinaus haben wir Anweisungen zum korrekten Gebrauch der Computer im Raum angebracht. Nachdem wir alle funktionierenden Computer eingerichet haben, verfügt die Schule in Okola nun über 17 Geräte, die die Kinder für ihre Schulaufgaben nutzen können.

Englischunterricht:

IMG 20170629 153936 225x300 In kurzer Zeit sehr viel bewegt   Vielen DankDie Schüler haben pro Woche eine Schulstunde Englischunterricht und wir haben während unserer 3 Wochen in Okola zahlreiche Englischstunden für die Lehrerin übernommen. Die Englischlehrerin hat Englisch studiert und spricht die Sprache auf einem guten Niveau, allerdings mangelt es im Englischunterricht besonders an Lehrmaterialien als auch an einer fehlenden Unterrichtsstruktur. Um das Lehrniveau des Englischunterrichts zu verbessern haben wir zahlreiche Materialien mitgebracht und eine neue Unterichtsgestaltung und –struktur vorgestellt, sodass die Kinder mehr Spass am Unterricht haben und motiviert sind eine neue Sprache zu erlernen. Wir haben den Englischunterricht beispielsweise durch Scharade und Brettspiele spielerisch gestalet und haben viel Konversation geübt, um den Kindern die Angst vor einer neuen Sprache zu nehmen und die Aussprache zu üben. Somit konnten wir der Schule viele Materialien und Ideen zur Verfügung stellen, sodass die Schüler weiterhin mit Spass und viel Motivation in den Englischunterricht gehen.

Kultur und Tradition:

Während unserer Zeit in Santiago de Okola haben wir ausserdem an vielen lokalen Festen wie “El Día de la Madre”, “El Día del Maestro” und “Aymara Neujahr” teilgenommen. Alle diese Feste beinhalten viel traditionelle Musik, Tanz, Poesie und bolivianisches Essen. Diese Feste waren wirklich faszinierend und wir sind besonders den Lehrern und Gemeinderatsmitgliedern dankbar dafür, dass sie uns stets so gut integriert und uns dadurch die einducksvolle Kultur Boliviens nähergebracht haben.

Unterkunft:

K800 neu3 300x180 In kurzer Zeit sehr viel bewegt   Vielen DankWährend wir am colegio in Santiago de Okola gearbeitet haben, haben wir in Gastfamilien gelebt, die sich wirklich fantastisch um uns gekümmert haben. Wir hatten unser eigenes Schlafzimmer und haben jeden Tag drei reichhaltige Mahlzeiten bekommen.

Das Essen war stets traditionell und zumeist sogar vom eigenen Feld. Es gab oft Kartoffeln, Reis, Eier, Fisch, Quinoa oder Bohnen sowie zahlreiche Suppen – alles war wirklich aussergewöhnlich und sehr lecker!

Während des Essens haben wir viel mit unseren Gastfamilien gesprochen und interessante Dinge über ihr Leben und die Kultur der Aymara erfahren. Ausserdem haben sie uns einige Wörter in Aymara beigebracht und wir konnten ihnen in der Küche helfen. Das Leben mit den Einheimischen war eine besonders interessante und bereichernde Erfahrung für uns.

Abschlussreflexion:

Die Zeit in Santiago de Okola war sowohl für uns, als auch für die Gemeinde eine interessante und aufregende Zeit, in der wir alle viel voneinander lernen konnten. Wir sind uns sicher, dass die Schulbücherei, der Computerraum und die Umstrukturierung des Englischunterrichts eine nachhaltige Verbesserung der Lernqualität der Schüler bedeuten. Allerdings gibt es stets Möglichkeiten die Schule und Schüler auf dem Land weiter zu unterstüzen, sei es durch Freiwilligenarbeit vor Ort oder Spenden.

 

 

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